
Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich einen Blogartikel schrieb. Neben der anhaltenden Erschöpfung, den andauernden Schmerzen und vielen Fragen, wie es in meinem Leben wohl weitergeht, bin ich über „Der Japanische Weg“ von Motoki Tonn gestolpert. Es war ein Moment, in dem ich mal wieder innerlich laut sagte: Lieber Gott, hole mich einfach ab, ich will nach Hause. Ich bin es so satt hier unten auf der Erde, ich kann einfach nicht mehr. Und vielleicht will ich auch einfach nicht mehr. Immer nur kräftezehrende Herausforderungen bewältigen, Schmerzen und die ständige Auseinandersetzung mit den Mustern und Prägungen, die einem immer noch im Wege stehen. Ich möchte einfach innere und äußere RUHE!!!
Was ein Newsletter für Folgen haben kann
Lange schon bekomme ich den Newsletter von Finde Zukunft und lese sehr gerne dort, denn er geht mit meinem eigenen Lebenssinn und künstlerischen Ausdruck einher. Ikigai kannte ich in der westlichen Kopie, was übrigens nicht das originale Ikigai nach Mieko Kamiya ist. Kintsugi lebe ich schon länger in der Kunst und zeichne die Brüche meines Lebens in Gold. In meiner eigenen Lebensphilosophie bin ich so weit gekommen, dass ich die vielen Traumatisierungen und ihre unübersehbaren Spuren langsam als Schätze in mir begreife. Ohne sie wäre ich nicht da, wo ich heute bin.
Aber es gibt diese Tage, da sehe ich das alles nicht mehr. Spüre die Gratwanderung, auf der ich, wie so oft in meinem Leben, wieder bin. Das ist eine Zeit, in der ich mich zurückziehe, wie ein verwundetes Tier, das in die Höhle flüchtet, um Schutz zu suchen, und die Wunden leckt.
Ich habe gelernt, mich in diesen Momenten zu halten, auch wenn ich mir so dringend Halt von jemandem wünschte, der mir in diesen Momenten so nah ist, dem ich mich dann ganz hingeben könnte, wie ein Kind, das sich in die Arme der Mutter / des Vaters flüchtet. Besonders wenn die Dunkelheit an mir nagt und die Vögel der Sorge und des Kummers über meinem Kopf fliegen und Nester in meinem Haar bauen wollen.
Anfang April flatterte der neue Newsletter von Finde Zukunft ins E-Mail-Postfach, und darin wurde bekannt gegeben, dass sich alle Inhalte und Wünsche der Teilnehmer in einer gemeinsamen Reise – Der Japanische Weg 木 – verwirklichen und damit auch die Finde-Zukunft-Akademie startet.
Der Japanische Weg
Beim Japanischen Weg 木, in dessen Mittelpunkt das Prinzip der radikalen Vereinfachung steht, haben Tiefe, Präsenz und spürbare Werte ihren Platz in der ersten Reihe. Es ist kein neues Methodenprogramm und auch nicht das x-te Coaching-Tool. Vielmehr ist es eine Haltung, die ich in einer eigenen Signatur ausdrücke, die in meiner Art zu leben und Menschen zu begleiten sichtbar wird und die sich in meiner Kunst zeigt.
Tiefe – das Wort zog mich magisch an. Suchte ich doch lange nach Menschen, die Tiefe lieben und es auch mögen, sich darin zu bewegen. Ich las die Konzeptbeschreibung mit den japanischen Philosophien und Prinzipien, die im Japanischen Weg 木 enthalten sind, und war begeistert.
Japanische Philosophien und Prinzipien
Ikigai 生きがい Die Frage, was das Leben lebenswert macht.
Kintsugi 金継ぎ Ein ganz anderer Blick auf Brüche und Übergänge.
MA 間 Der Zwischenraum, der nicht leer ist: Stille, Pause, Timing und die Kunst, nicht alles sofort füllen zu müssen.
Kokoro 心 Herz, Geist und innere Haltung in einem: die Qualität und Präsenz, mit der wir anderen begegnen.
Wabi-Sabi 侘寂 Die Einzigartigkeit in der Unvollkommenheit und Vergänglichkeit.
Shodō 書道 Der Weg des Schreibens. Im Programm steht Shodō für den Ausdruck der eigenen Signatur.
Takumi 匠 Meisterschaft, die durch Wiederholung, Präzision und Verfeinerung entsteht.
Dō 道 Der Weg. Nicht nur Technik, sondern eine gelebte Praxis.
Ichi-GO Ichi-E 一期一会 Die Einmaligkeit des Moments und der Begegnung.
Arugamma あるがまま Die Wirklichkeit so anzunehmen, wie sie ist.
WA 和 Harmonie, Frieden und Verbundenheit.
(Quelle: www.finde-zukunft.de)
Das Geschenk
Nur der Preis hielt mich zurück. Unvorstellbar und mit meinen Mitteln nicht gerade das, was ich mir zum jetzigen Zeitpunkt leisten konnte, auch wenn ich es noch so sehr wollte. Es gibt Lebenssituationen, da geht eben nicht alles, was man sich wünscht. Unverhofft, nach tagelangem Liebäugeln, flatterte ein liebevoller Geschenkgutschein in menschlicher Gestalt und mit einer Botschaft in mein Leben und flüsterte leise: Buche einfach, wenn dich der Japanische Weg so begeistert. Mach was für dich. Nicht mit dem Gedanken an andere oder daran, was du daraus machen könntest, sondern ganz egoistisch für dich.
Puh, das durfte ich erst einmal sacken lassen. Die Gratwanderung, auf der ich mich seit Tagen befand, bekam einen Lichtfunken, und ich wusste: Da geht es weiter, wenn du dich traust, das Geschenk anzunehmen.
Wer mich kennt, weiß, dass ich, was Geschenke anbelangt, so meine Erfahrungen habe und es mir nicht immer leichtfällt, diese anzunehmen, vor allem, wenn stille Erwartungen damit verknüpft sind. Diesmal gab es die aber nicht; eher war es mein eigenes Kopfkino, das mich schwanken ließ. Eine Nacht noch drüber schlafen – und dann siegten meine innere Stimme und mein Wunsch; ich holte tief Luft und buchte die Reise.
Meine Reise beginnt
Jetzt bin ich schon einen Monat auf der Reise – mit dem originalen Ikigai nach Mieko Kamiya. Ich habe die Verbindung zur Logotherapie nach Viktor Frankl kennengelernt und viele andere wunderschöne Wissensnuggets. Das Besondere allerdings sind die Menschen, die mit mir auf dieser Reise sind. Dieser Erfahrungsraum ist großartig. Ich bin oft so berührt, so fasziniert die unterschiedlichen Lebensstationen der Mitreisenden miterleben zu dürfen. Ich darf Anteil haben an ihren Gedanken und an ihrer Entwicklung. Wie schön. ♥ Es gibt Menschen die siehst und hörst du mit dem Augen und Ohren des Herzens und irgendwas springt wie ein Funke zu mir. Ich erfahre Wertschätzung, Perspektiven und Vertrauen. Alle haben so viele unterschiedliche Kompetenzen. Wie großartig ist das, diese Fülle aus der wir alle schöpfen dürfen? Alleine dafür lohnt sich schon dieser Weg.
Und dann gibt es natürlich auch diese besonderen Begegnungen untereinander, die einfach nur vom ersten Augenblick matchen. Diese Momente liebe ich, weil alles so einfach geht. Egal, ob du lachst oder weinst, Freude oder Scham teilst. Es gibt keine Vorbehalte, keine Angst, kein Zögern. Es darf alles sein und ist willkommen. So schön und so bereichernd. Da macht das Leben für mich wieder Sinn. Es ist wie ein leises Flüstern „take it easy“ und das Leben zwinkert mir mit einem Lächeln zu.
Was mich besonders begeistert und wovon ich mir gerne eine Scheibe abschneiden würde, ist die unglaublich ruhige und wertschätzende Art von Motoki. Ich spüre, wie die Kämpferin in mir zur Ruhe findet, und ich spüre den oft vergessenen Anteil in mir – dass ich das, je nach den Bedingungen, die ich vorfinde, auch kann. Aber eben nicht immer. Und das würde ich auf dieser Reise sehr gerne lernen.
Die Einladung
Wer Lust hat, sich auf diese Reise zu begeben, findet hier die Möglichkeit sich kostenlos einen kleinen Vorgeschmack zu holen, was Der Japanische Weg ist.
www.motoki.de
